
Restbiomassen, Kriterien und Verfügbarkeit
Unsere Schwesterfirma atmosfair hat zusammen mi dem ifeu-Institut in einer Studie untersucht, wie viel umwelt- und sozialverträgliche Restbiomassen in Entwicklungsländern verfügbar sind, um daraus per Gaserzeugung und nachfolgendem Fischer-Tropsch-Verfahren synthetisches Rohöl zu erzeugen (Biomass-to-Liquid-Technologie). In der Studie wurden Kriterien entwickelt, die die Umwelt- und Sozialverträglichkeit der Biomassen sicherstellen sollen. Tatsächlich erfüllen über 90% der anfallenden Restbiomassen diese Kriterien nicht, weil sie entweder nicht dem Ökosystem entzogen werden sollten, wie z.B. Getreidereste in ariden und semi-ariden Zonen, sie bereits anders besser genutzt werden (z.B. als Tierstreu, für Textilien oder für Pellets), oder weil die Nutzung z.B. kleinbäuerliche Strukturen gefährden würde. Die Studie kommt zum Schluss, dass selbst unter Einhaltung strengster Umwelt- und Sozialstandards immer noch ca. ein Fünftel des jährlichen Flugkraftstoffbedarfs aus Restbiomassen des Globalen Südens über die BtL-Route erzeugt werden könnte.
